In den meisten Fllen ist es mglich Pakete, die fr Fedora Core oder Red Hat
Enterprise Linux erstellen wurden unter Owl zu installieren.  Fr Owl 2.0
trifft das auf FC3 und RHEL4 zu.

In dieser Datei werden Probleme beschrieben, die Auftauchen knnen,
wenn man Pakete von Red Hat Linux (Fedora Core, Red Hat Enterprise Linux)
mit Owl verwendet.  Die Namen der betroffenen Red Hat Linux Pakete,
falls zutreffend oder bekannt, sind in Klammern gesetzt.


	Pakete fr cron jobs (slocate).

Owl stellt die folgenden Verzeichnisse, die vom LSB 1.3 spezifiziert
werden, zur Verfgung:

/etc/cron.d
/etc/cron.daily
/etc/cron.weekly
/etc/cron.monthly

Zudem wird das Verzeichnis /etc/cron.hourly, wie man es auf Red Hat
Linux findet, zur Verfgung gestellt.

Red Hat Linux sowie Owl bearbeiten nur in diesen Verzeichnissen ab-
gelegte Skripte, die bestimmten Ansprchen an den Dateinamen gen-
ngen mssen.  Red Hat Linux besitzt eine Reihe von Suffixen, die
nicht verwendet werden drfen, dies sind "~" (Backup-Dateien von
Editoren), ".rpmsave", ".rpmnew" und einige andere.  Owl verfolgt
einen anderen Ansatz.  Dateinamen, die unerlaubte Zeichen und am
allerwichtigsten Punkte ('.') enthalten, werden ausgelassen.  Dies ist
ein sicherer Ansatz um ungewollte Dateien zu bearbeiten.  Gelegentlich
enthalten Red Hat Linux Pakte cron job Dateien, die Punkte in Namen
enthalten, dies ist der Fall bei Red Hat's slocate Paket.  Die Lsung
fr dieses Problem besteht im Umbenennen der Dateien nach der
Installation.

In den Manual-Seiten von crond(8) und run-parts(8) wird das genaue
Verhalten von Owl erklrt.


	Rechte von Device files (mc).

Owl stellt zum einen keinen Pseudo-User "vcsa" (welcher unter Red
Hat Linux direkten Zugriff auf die virtuellen Terminals hat) zur
Verfgung noch sind die /dev/ttyp* Devices fr alle lesbar.  Dieser
Unterschied zu Red Hat Linux verursacht Komplikationen bei Ctrl-O
sowie bei dem Bildschirmschoner des Midnight Commander (mc).  Eine
Lsung fr dieses Problem wird nicht empfohlen; man sollte dem mc
beibringen Unix98 ptys anstelle von /dev/ttyp* zu benutzen.


	Kein pam_console (XFree86, xorg).

Das pam_console Modul wird nicht von Owl bereitgestellt.  Die XFree86
X Server Pakete von Red Hat Linux stellen aber PAM Konfigurations-
dateien zur Verfgung, die pam_console bentigen.  Um das zu
beheben, sollte man den Aufruf von pam_console durch den Aufruf eines
anderen Modules, z.B. pam_listfile, ersetzen.  Hierfr muss die
entsprechende Zeile in /etc/pam.d/xserver durch folgende ersetzt werden:

auth       required     /lib/security/pam_listfile.so item=user sense=allow onerr=fail file=/etc/xserver.allow

Nun mssen noch alle User, die X benutzen wollen, in /etc/xserver.allow
eingetragen werden.


	Fehlendes pam_stack Modul.

Wegen des "include" Befehls ist das pam_stack Module standardmssig nicht
installiert.  Das veraltete Modul wird von Owl in dem Paket pam-compat bereit
gestellt, wird aber nicht automatisch installiert.


	Passwort berprfung (xlockmore, xscreensaver).

Die Helferprogramme fr die PAM Module, die das eigene Passwort des
Benutzers berprfen sind bei Red Hat Linux fr alle Benutzer zugreif-
bar.  Bei Owl sind diese auf die Gruppe chkpwd beschrnkt.  Dies
bedeutet, dass einige Programme die diese Funktionalitt bentigen
diese Rechte erhalten mssen.  Bekannt ist dies fr die PAM-kompatiblen
Programme zum Sperren des Bildschirmes unter X, zum Beispiel das was
aus dem Paket xlockmore stammt.  Um das unter Owl zum Laufen zu be-
kommen muss es SGID fr die Gruppe chkpwd gemacht werden:

-rwx--s--x    1 root     chkpwd     751328 Mar 30  2001 /usr/X11R6/bin/xlock


	Kein libperl.so (exim, gaim, inn, mod_perl, postgresql-pl, xchat).

Das Perl Paket von Owl stellt die libperl.so library nicht zur Verfgung.  Um
das zu beheben, sollten alle Pakete die gegen die libperl.so gelinkt werden,
neu bersetzt werden.


	Das Perl Paket von Owl ist nicht vollstndig mit dem von Red Hat
	kompatibel.
	(crypto-utils, foomatic, newt-perl, perl-Net-DNS, perl-XML-LibXML,
	perl-XML-SAX, spamassassin, subversion-perl).

Einige Pakete von Red Hat Linux legen ihre Perl spezifischen Dateien in
Unterverzeichnissen ab, die nach der installierten Perl-Version benannt sind.
Die Pakete mssen unter Owl neu bersetzt werden.


	Kein rpm-python Paket (rpm-python).

Da Python kein Bestandteil von Owl ist, stellen wir RPM ohne Untersttzung
von Python zur Verfgung.  Zudem kann Red Hat's rpm-python Paket wegen
Versionskonflikten mit unserem RPM Paket nicht richtig installiert werden.


	Das Owl slang Paket hat keine Untersttzung fr UTF-8.

Red Hat hat dem S-Lang Paket UTF-8 Untersttzung mittels einem Patch
hinzugefgt.  Dies machen wir nicht.  Sollte ein anderes Paket S-Lang
mit UTF-8 Untersttzung bentigen kann man einfach unser slang Paket
mit dem von Red Hat ersetzen, da es innerhalb von Owl keine Abhngigkeiten
zu dem slang Paket gibt.


	Keine Untersttzung fr NPTL in der glibc.

Red Hat Linux 9 untersttzt die Native POSIX Thread Library (NPTL) in
ihrem glibc (C library) Paket.  Wir stellen weiterhin die ltere LinuxThreads
Bibilothek zur Verfgung.  NPTL bentigt einen entsprechenden Kernel, den wir im
Moment nicht bereitstellen.  Dies wird sich ndern, wenn wir zu Linux 2.6.x
wechseln und die Untersttzung fr Linux 2.4.x einstellen.

Im Moment ist uns kein Red Hat Linux 9 Paket bekannt, welches nicht ohne
NPTL funktioniert.  Dies ist auch nicht verwunderlich, da Red Hat Linux
selbst durch Bibilotheken Rckwrtskompatibilitt zur Verfgung stellt,
falls der laufende Kernel kein NPTL enthlt.  Dadurch funktionieren die
Pakete auch auf einem System ohne NPTL.

Ein uns bekanntes Problem liegt in den Sourcen zu den aktuellsten Versionen
von RPM (neuer als die, die in PHL 9 verwendet werden) die NPTL verwenden.
Diese Abhngigkeit ist in unserer Version von RPM gelst.

$Owl: Owl/doc/de/REDHAT,v 1.5 2006/02/03 08:53:27 schmidt Exp $
